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Faszination Modellbau Friedrichshafen 2017

08.11.2017 19:42 von Axel Wrana

Modellbaumesse Friedrichshafen 2017

Bereits zum 16ten Mal fand heuer die Faszination Modellbau in Friedrichshafen statt. Zum ersten Mal waren die Vertreter der Echtdampffraktion in den Hallen der Messe mit dabei. Dies wird, so die Messeleitung, auch weiterhin Inhalt der Messe bleiben.

Mit 387 teilnehmenden Ausstellern aus ganz Europa und einem Vertreter aus Indien wieder einmal ein Mekka der Modellbauer in Europa.Der Hauptteil mit 316 Ausstellern kommt aus Deutschland, gefolgt von Österreich und der Schweiz. Interessanterweise ist (noch) kein Aussteller aus China vertreten.

Im RC-Bereich war mit 120 Meldungen die Kapazitätsgrenze erreicht und es musste bereits heuer von der Messeleitung eine Beschränkung ausgesprochen werden. Dass es der Messeleitung wie in jedem Jahr gelang viele Mitmachaktionen zu aktivieren hat sich heuer wieder bestätigt. Allein 19 Bastelgelegenheiten waren zu zählen.

Die Hallen waren nach meiner Betrachtung der letzten Jahre, bereits am Freitag gut gefüllt. Das große Geschiebe in der Halle A1 blieb am Samstag fast aus. Man konnte in diesem Jahr mit eigenem Willen von A nach B kommen. Da gab es doch schon andere Zeiten!

Von der Modellfliegerei gab es kaum etwas Neues zu berichten. Natürlich hat die eine oder andere Firma ein neues Modell, ein Delta oder ein Großschaumi ausgestellt. Auch wurde ein riesiger Jet, welcher alles in den Schatten (Größe und Kosten 70T €) stellt, präsentiert. Erwarten wir unfairerweise an der Stelle zu viel von unseren Herstellern? Wurden wir in den letzten Jahren zu sehr verwöhnt? Ja und Nein. Friedrichshafen ist mit seinen rund 50.000 Besuchern immer einen Weg wert. Allein um die kleinen Dinge vom Schrumpfschlauch und Klebstoff, von der Luftschraube zum Schleifmittel einzukaufen. Im Übrigen kleine Dinge. Es rentiert sich immer auch einmal die anderen Hallen zu besuchen. Dort wird man fündig, wenn es um Schrauben von M1 aufwärts, wenn es um Beilagscheiben beginnend von Durchmesser 1,2 mm, Muttern in der gleichen Größenordnung geht. Ebenso wird man fündig bei den kleinen Rundkopfniete um das eigene Modell zu verschönern.

Samstag ist gleich Flugschau „Stars des Jahres“ Hier trifft sich das who is who der Modellflugbranche. Mit deutschen Meistern, Europameistern, Jugendmeistern der verschiedenen Klassen eine bunte Mischung der Szene. Mit ihren Modellen zeigten die Piloten den zahlreichen Zuschauern was der Modellflug zu bieten hat. Natürlich kamen hier auch die Massenprodukte zu Geltung. Es mach ja auch richtig Spaß im Rudel mit Schaumis über den Platz zu heizen.

Ein wirklich großes Lob an die vielen Zuschauer bei der Flugschau. Ohne Sitzgelegenheit dort über Stunden auszuharren ist eine starke Leistung. Vor allem bei den vielen Unterbrechungen den Modellflugprogramm. Dies war dem Verkehrsflugplatz Friedrichshafen geschuldet. Die Personentragende Zunft hat einfach den Vorrang. Und die hatte an diesem Samstag reichlich zu tun. Von sehr vielen Flügen des Zeppelins hatten auch die Sportflieger nur eins im Kopf, starten und landen. Die Slots für die Modellflieger waren dadurch einfach zu klein um zu starten. Somit waren Unterbrechungen des Modellflugbetriebes von 15 Minuten keine Seltenheit.

Zu kleinen Missstimmungen führten die gerade gekauften und sofort getesteten Quadros. Immer wieder kam vom Tower des Verkehrsflugplatzes per Funk die Durchsage die Flüge zu unterbinden. Eine schwierige Situation für den Sicherheitskoordinator bei den Modellen.

Für ein besonderes Highlight sorgten die drei Piloten von Airworld. Einen solch simultanen Flug von den Warbirds hatte ich noch nicht erlebt. Mit ihren zweistrahligen Me 262 zogen sie Bahnen über das Gelände das nur noch mit offenem Mund und absoluter Stille zu betrachten war. Eine solche Beherrschung über das Können mit Modell und Fernsteuerung bekommt man nicht alle Tage geboten. Für die älteren Zuschauer am Flugfeld aber auch mit gemischten Gefühlen behaftet, so realistisch das Flugbild.

Leider fiel am Sonntag die Flugschau buchstäblich ins Wasser. Dicker Regen und viel Wind veranlasste die Veranstalter den Flugbetrieb am Sonntag nicht zu starten.

Bei den vielen wunderen Exponaten, welche die Mitte der Halle A1 zierten, konnte man den Geist schön schweben und sich für die kommende Bauzeit inspirieren lassen.

Axel Wrana

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