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Pressemitteilungen des DMFV

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Pressemitteilungen des DMFV

Hallo Freunde,

hier seht Ihr die offiziellen Pressemitteilungen des DMFV diesmal: Jahreshauptversammlung des DMFV in Münster und DMFV bewertet Votum des Bundesverkehrsministeriums kritisch und wird sich für verbesserte Bedingungen beim FPV-Fliegen einsetzen


Jahreshauptversammlung des DMFV in Münster

Kontinuität als Erfolgsgarant

Der Erfolgsweg des Deutschen Modellflieger Verbandes (DMFV) wird konsequent fortgesetzt. Auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung, die am 23. März 2013 in Münster stattfand, konnte DMFV-Präsident Hans Schwägerl nur Positives berichten. Neben einem erneuten Mitgliederzuwachs im vergangenen Jahr auf über 78.000 war dies vor allem die weiter vorangetriebene Vernetzung mit Politik und Behörden. Das ermöglicht dem Verband, die Interessen der Modellflieger noch effektiver zu vertreten und durchzusetzen. Diese erfolgreiche Arbeit spiegelte sich auch in der Liste der Gastredner aus der Politik wider, zu denen auch der Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr (FDP) gehörte.

Der aus Münster stammende Bahr stellte in seiner Rede die Bedeutung des Ehrenamtes für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft heraus. Der DMFV sei ein perfektes Beispiel für ein gut funktionierendes ehrenamtliches Engagement auf allen Ebenen, so Bahr. Des Weiteren hob der Bundesminister die Bedeutung technischer Hobbys wie des Modellflugs für die erfolgreiche Ausbildung von Fachkräften in Deutschland hervor.

Neben Bahr konnte der DMFV weitere prominente Gastrender bei der JHV begrüßen und damit eindrucksvoll belegen, dass die Stimme des DMFV bei der Politik Gehör findet. Neben Münsters Bürgermeister Holger Wigger (SPD) hielten auch der sozialdemokratische NRW-Landtagsabgeordnete Thomas Marquardt und der Europaparlamentarier Dr. Markus Pieper (CDU) ein Grußwort.

Verbandspräsident Hans Schwägerl bestätigte in seinem Geschäftsbericht, dass die zahlreichen Aktivitäten auf politischer Ebene bereits Früchte tragen und den Modellfliegern zugutekommen: „Wir haben den DMFV als kompetenten Ansprechpartner für Politik und Behörden positioniert und etabliert. Mit dem Bundesverkehrsministerium überarbeiten wir derzeit die Grundsätze zur Erteilung der Aufstiegserlaubnis. Wir sind in wichtigen Gesprächen über die Herausforderungen des Themas FPV (First Person View) wie auch über die Erweiterung der Lärmtabellen für Flugsektoren mit 400 und 500 Metern. Mit den Landesluftfahrtbehörden klären wir die Aufstiegserlaubnisse und das Luftfahrtbundesamt beauftragt uns mit der Zulassung von Flugmodellen. Die Gesetzgebung verlagert sich allerdings immer stärker auf die europäische Ebene. Umso wichtiger ist es für uns, auch am Tisch der Europäischen Agentur für Flugsicherheit (EASA) zu sitzen. Einen ersten wichtigen Erfolg konnten wir an der Stelle bereits verzeichnen. Eine geplante Neuregelung der EASA sah vor, die Regeln für Modellflieger zu verschärfen, wenn die Modelle eine besondere Ausstattung wie zum Beispiel Sensoren tragen. Eine exakte Definition der Sonderausstattung fehlte jedoch. Entsprechend haben wir sehr deutlich unsere Bedenken formuliert. Anfang dieses Jahres erhielten wir dann von der Behörde die Rückkopplung, dass man unsere Bedenken teile und an einer schlüssigen Definition arbeiten werde.“


DMFV bewertet Votum des Bundesverkehrsministeriums kritisch und wird sich für verbesserte Bedingungen beim FPV-Fliegen einsetzen

Am 07. März 2013 fand beim Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung(BMVBS) das Treffen der „AG Modellbau“ statt. Die „AG Modellbau“ wurde auf betreiben des DMFV ins Leben gerufen und dient dem fachlichen Austausch zwischen staatlichen Stellen und dem DMFV. Gemeinsam mit dem BMVBS, den Landesluftfahrtbehörden hat der DMFV unter anderem die rechtliche Situation des FPV-Fliegens erörtert. Mit der praktischen FPV-Flugvorführung, die der DMFV im Rahmen dieses Treffens organisiert hatte, wurden die Grundlagen für eine umfassende Willensbildung bei den staatlichen Behörden gelegt.

Im Nachgang des Treffens kommt das BMVBS allerdings zu folgendem Votum: „Der Betrieb von Flugmodellen mit Videobrille stellt aus Sicht des BMVBS grundsätzlich dann keine Gefahr dar, wenn

  • der verantwortliche Steuerer das Flugmodell in Sichtweite betreibt und somit jederzeit die Gewalt über die Steuerung innehat beziehungsweise übernehmen kann, und
  • eine zusätzliche Person mittels einer zweiten Fernsteuerung (z. B. eine Lehrer-Schüler-Verbindung) und Videobrille das Flugmodell mit steuert.

Dabei ist diese zweite Person kein „Steuerer“ im Sinne der luftverkehrsrechtlichen Vorschriften; diese Verantwortung verbleibt vielmehr bei dem „ersten“ Steuerer. Eine Änderung der geltenden Rechtslage wird vor diesem Hintergrund nicht für erforderlich gehalten.“

Der DMFV bewertet das Votum des BMVBS sehr kritisch. Sie wird den Bedürfnissen der FPV-Piloten und dem technischen Fortschritt nicht gerecht. Nach Meinung des DMFV kann es sich hierbei nur um eine Momentaufnahme bezüglich der aktuellen Rechtslage handeln.

 

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